Réseau International de jeunes Chercheurs
en Histoire de l'Intégration Européenne
Die Geschichte der europäischen Integration ist ein relativ neuer Forschungsbereich der von der zunehmenden Öffnung von Archivbeständen insbesondere zu den Anfängen der europäischen Konstruktion profitiert. Demgegenüber mangelt es jungen Wissenschaftlern jedoch an Möglichkeiten internationaler Zusammenarbeit. Außerdem wird diese an nationale Grenzen geknüpfte Isolierung durch die starke Abgrenzung der verschiedenen historiographischen Felder verstärkt.
RICHIE (Réseau International de Jeunes Chercheurs en Histoire de l'Intégration Européenne: Internationales Netzwerk junger Wissenschaftler im Bereich der Geschichte der europäischen Integration) will dem entgegenwirken und für den Austausch von Informationen und Ideen zwischen jungen Wissenschaftlern einen Raum bieten.
Geschichte der europäischen Integrationen wird von den RICHIE-Initiatoren in einem weitreichenden Sinn verstanden. In geographischer Hinsicht widmet sich RICHIE dem gesamten Kontinent, d.h. sowohl Anwärtern auf eine Mitgliedschaft in der Europäischen Union als assoziierten Staaten. Hinzu kommen Staaten, die wie die Vereinigten Staaten von Amerika die Geschichte der Europäischen Union entscheidend beeinflusst haben. In thematischer Hinsicht wird unter anderem Politik-, Wirtschafts- und Diplomatiegeschichte abgedeckt.
Dank dieser breiten Definition bleibt die Geschichte der europäischen Integration weder auf die Geschichte bi- oder multilateraler Beziehungen noch auf die innere Entwicklung einzelner Staaten beschränkt. Auch soll auf diese Weise eine teleologische Perspektive vermieden werden.
RICHIE ist bereit alles zu unterstützen, was der Kontaktaufnahme zwischen jungen Wissenschaftlern dient. Zu diesem Zweck werden auch mit Partnern die in angrenzenden Bereichen arbeiten Kontakte geknüpft.
Zusammenfassung - was macht ein RICHIE-Ereignis aus?
Ein RICHIE-Ereignis verfolgt das Ziel, Doktoranden im Bereich der europäischen Geschichte ein Forum zu bieten, unabhängig von Institutionen und bereits bestehenden Netzwerken.
- Geschichte der europäischen Integration im weitesten Sinne als Thematik
- Organisation der Veranstaltung (Arbeitsgruppen, Diskussionen, Kolloquien, etc.) durch Doktoranden und Post-Doktoranden
- Redner sollten Doktoranden oder Post-Doktoranden sein; Diskussionsleitung, wissenschaftliche Orientierung, etc. bleibt anerkannten Wissenschaftlern vorbehalten
- Internationalität (Teilnehmer verschiedener Länder)
- Organisation in Kooperation mit verschiedenen Institutionen (Universitäten, Forschungseinrichtungen, etc.)
Jede Initiative im Bereich der europäischen Geschichte, die von und für Doktoranden organisiert wird und die sich international und gegenüber neuen Netzwerken öffnet, soll unterstützt werden.